Halsschmerzen: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Halsschmerzen entstehen meist durch eine Entzündung des Rachens (Pharyngitis), die besonders häufig im Rahmen einer Erkältung auftritt. Als Erreger dominieren Viren wie Rhinoviren, Adenoviren oder auch Coronaviren (inklusive SARS-CoV-2). Seltener sind Bakterien die Ursache – am häufigsten Gruppe-A-Streptokokken, vor allem bei Kindern im Schulalter. Darüber hinaus können physikalische und chemische Reizfaktoren zu Halsweh führen: Beispiele sind trockene Luft, Tabakrauch, häufiges Räuspern, Reflux von Magensäure oder Allergien. All diese Auslöser reizen die Rachenschleimhaut und verursachen Schmerzen.


Unterschiede bei den Symptomen je nach Ursache

Halsschmerzen treten unterschiedlich auf, je nachdem, ob eine virale oder bakterielle Infektion vorliegt. Bei viralen Infekten entwickelt sich das Halsweh meist langsam, begleitet von Kratzen, Schluckbeschwerden und einem geröteten Rachen. Oft kommen Husten, Schnupfen, leichte Kopf- und Gliederschmerzen hinzu. Bei bakteriellen Infektionen, insbesondere durch Streptokokken, setzen die Halsschmerzen plötzlich und stark ein, oft verbunden mit hohem Fieber, geschwollenen Lymphknoten und weißen Belägen auf den Mandeln. Chronische Reizungen zeigen sich dagegen durch anhaltendes Trockenheitsgefühl und häufiges Räuspern ohne Fieber.


Verlauf und Begleitsymptome

Halsschmerzen verlaufen meist harmlos und klingen – vor allem bei viralen Infekten – innerhalb weniger Tage ab. Typische Begleitsymptome sind Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen sowie typische Erkältungssymptome (laufende Nase, Husten). Anhaltende Halsschmerzen über mehr als drei bis vier Tage sollte man genau beobachten. In den allermeisten Fällen heilt eine akute Halsschmerzen ohne Komplikationen aus. Gelegentlich können sich aber weitere Entzündungen anschließen, z. B. eine Mandel- oder Mittelohrentzündung. Hat eine bakterielle Streptokokken-Infektion zugrunde gelegen, kann sich etwa zwei bis drei Wochen später seltener Rheumatisches Fieber entwickeln (mit Gelenk- oder Herzbeschwerden).

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Behandlung und Selbsthilfe

Zur Linderung werden schmerz- und fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol empfohlen. Spezielle Lutschtabletten und Halssprays mit entzündungshemmenden oder antiseptischen Wirkstoffen können die Beschwerden gezielt mildern. Viel Trinken mit lauwarmen, zuckerfreien Getränken hält die Schleimhäute feucht. Vermeiden Sie heiße oder säurehaltige Getränke sowie Alkohol und scharfe Speisen. Eine moderate Luftfeuchtigkeit und das Schonung der Stimme helfen ebenfalls. Antibiotika sind nur bei nachgewiesener bakterieller Infektion sinnvoll und sollten ärztlich verordnet werden.


Wann ärztliche Hilfe holen?

Eine ärztliche Untersuchung ist angezeigt bei ungewöhnlich stark ausgeprägten oder lang anhaltenden Symptomen. Dazu zählen insbesondere:

  • Plötzlicher, starker Beginn der Halsschmerzen ohne begleitenden Schnupfen oder Husten, verbunden mit hohem Fieber – ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion.

  • Starke Schluckbeschwerden oder Atemnot.

  • Ausgeprägte Lymphknotenschwellung und sehr schlechtes Allgemeinbefinden.

  • Auffälliger Hautausschlag oder eine gerötete Zunge („Himbeerzunge“), wie bei Scharlach.

  • Kein Rückgang der Schmerzen nach 3–4 Tagen oder sich verschlimmernde Beschwerden.

  • Dauer von über drei Wochen: Anhaltende Halsschmerzen sollten HNO-ärztlich abgeklärt werden, da in seltenen Fällen auch ernsthafte Erkrankungen hinter den Beschwerden stecken können.

Eltern sollten besonders wachsam sein, wenn sich ihre Kinder plötzlich sehr krank fühlen, erbrechen oder hohes Fieber haben – dies spricht für eine rasche medizinische Abklärung.


Vorbeugung und Verhaltenstipps

Regelmäßiges Händewaschen, Niesen in die Armbeuge und der Verzicht auf gemeinsames Geschirr vermindern die Ansteckungsgefahr. Lüften Sie Räume regelmäßig und achten Sie auf eine angenehme Luftfeuchtigkeit, um die Schleimhäute zu schützen. Vermeiden Sie trockene Heizungsluft, Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum. Stärken Sie Ihr Immunsystem mit ausreichend Schlaf, gesunder Ernährung und Bewegung. Schonen Sie Ihre Stimme und halten Sie den Hals warm, zum Beispiel mit einem Schal.


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